Soziale Berufe und kommunale Positionen sind eigentlich dazu gedacht, anderen zu helfen und die Gesellschaft zu unterstützen. Doch genau diese Berufe ziehen oft Menschen mit narzisstischen oder sogar psychopathischen Zügen an. Warum? Weil sie eine perfekte Tarnung bieten: Macht, Kontrolle und eine moralische Fassade, hinter der sich toxische Absichten verbergen können.
1. Macht & Kontrolle über andere
Sozialarbeiter, Lehrer, Therapeuten oder Behördenmitarbeiter haben oft Einfluss auf Menschen in verletzlichen Situationen. Sie treffen Entscheidungen, die das Leben anderer stark beeinflussen können. Für Narzissten ist das attraktiv, weil sie Kontrolle über andere ausüben können, ohne dass ihre Absichten infrage gestellt werden.
2. Moralische Tarnung
Menschen, die in sozialen Berufen arbeiten, werden oft als altruistisch und hilfsbereit angesehen. Narzissten und Psychopathen können diese Rolle nutzen, um sich als "gute Menschen" darzustellen, während sie in Wirklichkeit egoistische oder manipulative Ziele verfolgen.
3. Status & Bewunderung
Viele soziale Berufe bieten Anerkennung und gesellschaftlichen Respekt. Wer sich als "Helfer" präsentiert, wird oft bewundert. Narzissten genießen diese Aufmerksamkeit und nutzen sie, um sich selbst zu erhöhen.
4. Wenig Kontrolle & Schutz für Opfer
In großen Institutionen wie Verwaltungen, Jugendämtern oder sozialen Trägern gibt es oft undurchsichtige Strukturen, die es toxischen Persönlichkeiten ermöglichen, lange unentdeckt zu bleiben. Opfer von Manipulation oder Missbrauch haben häufig Schwierigkeiten, sich zu wehren.
5. Genuss an der Manipulation
Manche Narzissten und Psychopathen finden Freude daran, andere emotional zu kontrollieren. Sie setzen bewusst Hindernisse, um Menschen in eine Abhängigkeit zu bringen, aus der sie sich kaum befreien können.
Wo sind Narzissten & Psychopathen besonders oft zu finden?
1. Coaching & Therapie
Viele Narzissten werden Coaches oder Therapeuten, weil sie gerne als Experten gesehen werden und Klienten in eine Abhängigkeit bringen können. Sie verkaufen vermeintliche "Lösungen", um ihre eigene Machtposition zu stärken.
2. Verwaltung & Behörden
Bürokratische Strukturen ermöglichen es toxischen Menschen, anderen das Leben schwer zu machen. Entscheidungen werden verzögert, Regeln rigide durchgesetzt oder bewusst falsch interpretiert, um Macht zu demonstrieren.
3. Soziale Berufe (Jugendämter, Pflege, NGOs)
Menschen in Not sind oft schutzlos. Narzissten können hier ihre "Helferrolle" ausnutzen, um Abhängigkeiten zu schaffen und ihre Kontrolle auszuleben.
4. Bildung (Lehrer, Professoren)
Narzissten lieben es, als "weise Autorität" angesehen zu werden. Sie manipulieren ihre Schüler oder Studenten, setzen sie herab oder bevorzugen gezielt einzelne, um ihre Macht zu demonstrieren.
5. Kirche & Religion
Hier bietet sich eine perfekte Tarnung: Moralische Kontrolle über andere, Anerkennung durch die Gemeinschaft und die Möglichkeit, Schuldgefühle gezielt einzusetzen, um Menschen zu manipulieren.
Fazit:
In jeder Branche gibt es Narzissten und Psychopathen. Doch Berufe mit sozialem Ansehen und Macht über Menschen sind besonders anfällig. Viele nutzen diese Strukturen, um sich selbst zu bereichern oder andere zu manipulieren. Es ist wichtig, genau hinzusehen und toxische Verhaltensweisen zu erkennen, um sich vor solchen Menschen zu schützen.
Hast du Erfahrungen mit narzisstischen oder manipulativen Personen in sozialen oder kommunalen Berufen gemacht? Teile deine Gedanken in den Kommentaren
Wissenschaftliche Untersuchungen:
In sozialen und kommunalen Berufen, die oft mit Einfluss und Autorität verbunden sind, können Personen mit narzisstischen oder psychopathischen Persönlichkeitsmerkmalen besonders angezogen werden. Wissenschaftliche Untersuchungen unterstützen diese Beobachtung:
Überrepräsentation in Führungspositionen:
Studien zeigen, dass Menschen mit psychopathischen Zügen in höheren Hierarchiestufen überrepräsentiert sind, etwa sechsfach in Führungspositionen.
Derailment von Führungskräften:
Der Begriff "Derailment" beschreibt das Scheitern von Führungskräften aufgrund ungünstiger Persönlichkeitsfaktoren. Untersuchungen weisen darauf hin, dass Persönlichkeitsmerkmale wie Narzissmus und Psychopathie zu solchen Entgleisungen führen können.
Die Dunkle Triade:
Die sogenannte Dunkle Triade von Paulhus und Williams (2002) wurde der Begriff geprägt, bestehend aus Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie, wird in der Führungsforschung intensiv untersucht. Diese Persönlichkeitsmerkmale können in bestimmten Berufsfeldern vermehrt auftreten und zu destruktivem Führungsverhalten führen.
Psychopathie in verschiedenen Berufsfeldern:
Obwohl Psychopathie in der allgemeinen Bevölkerung selten ist, sind Menschen mit dieser Persönlichkeitsstörung nicht nur in Gefängnissen, sondern auch in höheren Hierarchiestufen überrepräsentiert, etwa sechsfach in Führungspositionen.
Eine Studie von Babiak, Neumann und Hare (2010) untersuchte das Phänomen der "Corporate Psychopathy" und fand Hinweise darauf, dass psychopathische Persönlichkeitsmerkmale in höheren Managementebenen häufiger auftreten können.
Zusammenfassung:
Die wissenschaftliche Literatur legt nahe, dass bestimmte Persönlichkeitsmerkmale wie Narzissmus und Psychopathie in sozialen und kommunalen Berufen sowie in Führungspositionen überrepräsentiert sein können. Dies unterstreicht die Bedeutung von sorgfältigen Auswahlverfahren und der Förderung ethischer Führungskultur in Organisationen.
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